SIND E-BIKES RECHTLICH GESEHEN FAHRRÄDER?

 

E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Rechtlich gesehen ergeben sich für diese Verkehrsmittel allerdings einige Fragen, die vielen möglicherweise gar nicht bewusst sind. Darf der Lenker eines E-Bikes zum Beispiel Radfahrwege benützen, muss ein Helm getragen werden, braucht man da einen Führerschein?

 

Zu unterscheiden ist zwischen sogenannten Pedelecs (Pedal Electric Cycle) und E-Bikes. Bei Pedelecs schaltet sich ein Elektromotor automatisch ein, wenn man in die Pedale tritt. Bei einem E-Bike wird die Motorleistung mit einem manuellen Bedienelement (Drehgriff oder Knopf) geregelt.

 

Entsprechend dem österreichischen Kraftfahrgesetz gelten Elektrofahrräder solange als Fahrräder, als sie eine Bauartgeschwindigkeit von 25km/h nicht überschreiten und die höchst zulässige Leistung nicht mehr als 600 Watt beträgt. Werden bei Fahrrädern mit elektrischem Antrieb diese Werte überschritten, gelten sie nach den Bestimmungen des österreichischen Kraftfahrgesetzes als Krafträder. Für diese Fahrzeuge ist nicht nur eine Fahrzeuganmeldung erforderlich, sondern besteht auch eine Führerschein und Helmpflicht, da diese rechtlich gesehen Mopeds gleichgestellt sind. Für diese Fahrzeuge gelten auch die entsprechenden Altersbeschränkungen.

 

Lenker von E-Bikes die, die oben angeführten Kriterien nicht erfüllen, haben jene Bestimmungen einzuhalten, die laut Straßenverkehrsordnung für Fahrräder gelten. Dies bedeutet, dass Radwege benützt werden müssen. Es gilt eine Alkoholgrenze von 0,8 Promille für Fahrräder. Die 0,5 Grenze gilt nur für Kraftfahrzeuge. Auch mit einem E-Bike sind für das Mitnehmen von Personen die Regelungen betreffend Fahrräder anzuwenden, sodass für das Befördern von Kindern unter 8 Jahren eine entsprechende Sitzeinrichtung gegeben sein muss. Es gilt auch die Altersgrenze von 12 Jahren für das Lenken eines Fahrrades (mit Ausnahme Radfahrausweis ab dem 10. Lebensjahr).